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Nationalstürmer im Sommer zum TSV

Sensationsmeldung zum Wochenende: Dem TSV Großglattbach ist es gelungen Mario Gomez zum Schnäppchenpreis von 1000 Euro an die Lichtholzstraße zu lotsen.

Wie der Verein mitteilen ließ, sei man im Moment selbst noch desillusioniert, dass dieser Coup gelungen ist. „Wir hatten natürlich Hoffnungen mit unserem Gesamtpaket zu überzeugen, aber dass wir nun Vollzug melden können ist schier unglaublich“, erzählt Abteilungsleiter Fußball, Reinhold Schimpgen. „Wir hatten wohl den Vorteil, die Ersten gewesen zu sein, die bei ihm offene Türen einrannten“, so Schimpgen weiter.

Ein Nationalstürmer zu einem Dorfverein? Wie kann so ein Transfer überhaupt zustande kommen? Ganz einfach ist die Antwort von Roman Schäfer, Spieler des TSV: „Kuranyi ist doch auch nach Hoffenheim gewechselt“. Aber genauer: Wie bereits am Dienstag bekannt wurde, wollte Gomez‘ Ex-Verein AC Florenz den Spieler vergangenen Sommer unbedingt loswerden. Besiktas schnappte zu, lieh sich den Angreifer und müsste in diesem Sommer eine Ablöse von 1000€ überweisen, falls Gomez fest verpflichtet werden soll. Da Florenz offenbar tunlichst vermeiden wollte, dass der wuchtige Angreifer zurückkommt, wurde in den Modalitäten mit Besiktas eben jene Schnäppchen-Ablöse fixiert. Die genannte Kaufoption hatte der Istanbuler Klub bereits Anfang März gezogen, dabei allerdings nicht mit dem Veto des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan gerechnet. Dieser legte letzte Woche allen türkischen Klubs nahe ihre deutschen Spieler abzugeben. Grund hierfür ist der Satire-Streit, den die NDR-Sendung „extra-3“ mit einem Video entfacht hatte. „Wenn nicht freiwillig, dann bringe ich eben ein Gesetz auf den Weg“, hieß es aus dem Präsidentenpalast. In Großglattbach roch man die Lunte und bereitete die Verpflichtung vor. „Der Verein war nicht bereit die Ablösesumme zu bezahlen, also entschloss sich die Mannschaft, den Betrag von 1000€ aus der Mannschaftskasse zu begleichen.“, so der Trainer des TSV, Martin Kern. In Istanbul zeigte man sich erleichtert so schnell einen Abnehmer für den im Staat nicht mehr willkommenen Spieler gefunden zu haben.

Mario Gomez, welcher im Moment die Torschützenliste der Türkei anführt, zeigte sich glücklich über den Wechsel: „In rot-weißen Trikots hatte ich die erfolgreichste Zeit meiner Karriere, an diese möchte ich nun anknüpfen. Außerdem war meine Rückennummer 33 gerade frei“. Weiter teilte der Champions League Sieger von 2013 mit: „Natürlich wollte ich zum höchstspielenden Verein Mühlackers wechseln. Und auch im Vergleich zu Besiktas ist dies ein klarer Fortschritt, schließlich liegt Großglattbach 300 Meter über Istanbul“.

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Daumen hoch für den TSV.

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Vor dem Abflug in Istanbul zeigte sich Gomez bereits im Outfit des neuen Arbeitgebers.

 


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